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Brandschutzabschottung ist das normgerechte Verschließen von Durchdringungen und Fugen in feuerwiderstandsfähigen Wänden und Decken, um die zertifizierte Feuerwiderstandsdauer aufrechtzuerhalten und die Ausbreitung von Feuer, Rauch und heißen Gasen zu begrenzen. Sie stellt die Integrität von Brandabschnitten an Kabel-, Rohr- und Installationsdurchführungen wieder her, indem geprüfte Systeme wie Mörtel, Hülsen, Platten und intumeszierende Füllstoffe eingesetzt werden. Compliance beruht auf zugelassenen Ausführungen (z. B. DIBt/ETA), der korrekten Einstufung der Materialien (DIN 4102/EN 13501-1) sowie dokumentierter Montage, Kennzeichnung und Prüf- bzw. Inspektionsregimen. Weitere Abschnitte erläutern Anforderungen, Zulassungen und typische Ausfallrisiken.
Normbasierte Wirksamkeit:
DIN EN 1366-3 (Prüfungen) / DIN 4102-9 (Abschottungen) – EN 13501-1 (Materialien) – DIBt-Zulassungen/ETA
Durchdringungstyp, Tragfähigkeit, Brandabschnitt und Installationsdichte steuern die Auslegung. Weitere Details folgen.
Was ist Brandschutzabschottung?
Brandschutzabschottung bezeichnet die normgerechte Abschottung von Leitungs- und Bauteildurchdringungen, um den Feuer- und Rauchdurchtritt über definierte Zeiträume sicher zu begrenzen. Im baulichen Brandschutz ist es ein kritisches Risikokontrollinstrument zur Sicherung der Feuerwiderstandsfähigkeit und zur Vermeidung unzulässiger Brandweiterleitung an Gebäudeknoten. Für die deutsche Regelwerkslage ist die Ausführung an Anforderungen aus MBO/LBO, BauP sowie an Klassifizierungen und Nachweise nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 und an bauaufsichtliche Verwendbarkeitsnachweise (z. B. DIBt-Zulassungen) zu koppeln.
Warum ist die Abschottung von Leitungs- und Installationsdurchführungen ein zentrales Thema im baulichen Brandschutz? Eine Brandschutzabschottung ist ein bauordnungsrechtlich geregeltes System zur Schließung von Öffnungen in raumabschließenden Bauteilen, die durch Kabel, Rohre oder Kombiinstallationen entstehen. Ziel ist die definierte Feuerwiderstandsdauer der Wand oder Decke entsprechend MBO/LBO nachzuweisen und nicht durch Durchdringungen zu reduzieren. Die Auswahl erfolgt material- und systembezogen unter Berücksichtigung relevanter Materialeigenschaften sowie der Klassifizierung nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1. Für die Verwendbarkeit werden DIBt-Zulassungen oder europäische Nachweise gemäß BauP herangezogen; Herstellerzertifikate und Prüfberichte an anerkannten Stellen (z. B. MPA, BAM, MFPA, ift) stützen den Nachweis. VdS-Richtlinien ergänzen Risikobewertungen.
Bedeutung im baulichen Brandschutz
Im baulichen Brandschutz bestimmt die Wirksamkeit von Abschottungen an Leitungs- und Installationsdurchführungen maßgeblich, ob raumabschließende Bauteile ihre nach MBO und den Landesbauordnungen geforderte Feuerwiderstandsdauer im Brandfall tatsächlich einhalten. Jede ungeprüfte Öffnung kann den Brand- und Rauchausbreitungsweg verkürzen, den Personenschutz gefährden und Sachschäden erhöhen.
Eine Brandschutzabschottung ist daher als systemrelevantes Detail zu behandeln, dessen Leistungsfähigkeit aus Prüf- und Klassifizierungsgrundlagen nach DIN 4102 und EN 13501-1 abgeleitet wird. Entscheidend sind Materialeigenschaften wie Nichtbrennbarkeit, Aufschäumverhalten, Schmelzpunkt, Rauchdichtheit und Dauerhaftigkeit unter thermischer und mechanischer Beanspruchung. Das Risiko liegt in Inkompatibilitäten zwischen Leitungsarten, Einbausituation und Abschottungssystem, wodurch die geforderte Funktion im Realbrand verfehlt werden kann.
Relevanz für deutsche Bauvorschriften
Die brandschutztechnische Bewertung von Leitungs- und Installationsdurchführungen ist in Deutschland unmittelbar an die bauordnungsrechtlichen Schutzziele der Musterbauordnung (MBO) und der Landesbauordnungen (LBO) sowie an die daraus abgeleiteten Anforderungen an den Feuerwiderstand raumabschließender Bauteile geknüpft. Brandschutzabschottung gilt dabei als geregelte Bauart bzw. als System mit Verwendbarkeitsnachweis, typischerweise über DIBt-Zulassungen oder europäische Bewertungen nach Bauproduktengesetz (BauP). Die Einstufung von Baustoffen nach DIN 4102 (A1/A2, B1–B3) und EN 13501-1 (A1–F) bestimmt Materialeigenschaften und Reaktions- bzw. Widerstandsverhalten im Brandfall. Risiken entstehen bei Abweichungen von geprüften Konfigurationen; Prüfungen erfolgen u. a. bei ift Rosenheim, MPA Braunschweig oder BAM Berlin. VdS-Richtlinien ergänzen die Risikobetrachtung.
Definition & Funktion von Brandschutzabschottung
Was ist Brandschutzabschottung? bezeichnet die norm- und zulassungskonforme Abschottung von Leitungs- und Bauteildurchdringungen zur Sicherung definierter Feuerwiderstandsdauern und zur Begrenzung von Brand- und Rauchausbreitung in Kompartimenten gemäß MBO/LBO sowie den Klassifizierungen nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1. Haupteinsatzbereiche sind Kabel- und Rohrabschottungen, Fugen/Spalten sowie Abschlüsse an Brandschutzabschlüssen (z. B. nach EN 1634-1), typischerweise mit DIBt-Zulassungen und entsprechend geprüften Systemen. Brandschutztechnisch dient die Maßnahme der Wiederherstellung der Bauteilwirkung im Durchdringungsbereich und reduziert das Risiko von Personengefährdung, Sachschaden und Versicherungsregress (VdS) durch nicht klassifizierte oder falsch ausgeführte Abschottungen.
Technische Erklärung von Brandschutzabschottung
Damit Brandabschnitte gemäß Musterbauordnung (MBO) und den Landesbauordnungen (LBO) ihre Schutzfunktion auch bei Leitungs- und Kabeldurchführungen behalten, bezeichnet Was ist Brandschutzabschottung? die norm- und zulassungskonforme Abschottung von Öffnungen in feuerwiderstandsfähigen Bauteilen, sodass Feuer- und Rauchausbreitung sowie unzulässige Wärmedurchleitung über definierte Zeiten begrenzt werden. Technisch basiert dies auf geprüften Systemen mit klassifizierten Baustoffen nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 und festgelegten Feuerwiderstandsdauern. Die Ausführung erfolgt gemäß DIBt-Zulassung oder ETA, abgestimmt auf Bauteil, Durchdringung und Belegungsgrad. Brandschutzmörtel, Manschetten oder Platten dichten Fugen, verhindern Flammen- und Heißgasdurchtritt und sichern die Integrität der Trennkonstruktion. Ergänzend können Rauchschutzvorhänge zur Rauchbegrenzung in angrenzenden Bereichen eingesetzt werden. Prüfungen durch MPA, BAM oder MFPA liefern Nachweise für Behörden und Sachverständige.
Haupteinsatzbereiche
Wo entstehen in Gebäuden die kritischsten Schwachstellen des baulichen Brandschutzes? Typischerweise an Leitungs- und Kabeldurchführungen durch feuerwiderstandsfähige Wände und Decken, an Installationsschächten sowie an Fugen in Brandwänden gemäß MBO und den LBO. Haupteinsatzbereiche der Brandschutzabschottung sind TGA-Trassen (Elektro, Sanitär, Lüftung), Rohrbündel, Kombiabschottungen und Öffnungen in Bauteilen mit klassifizierten Baustoffen nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1. Besonders risikotreibend sind Materialdifferenzen zwischen durchdringenden Medien (z. B. Kunststoffrohre, Kabel) und umgebenden Bauteilen (A1/A2), wodurch DIBt-Zulassungen und geprüfte Systeme maßgeblich werden. In Sonderbauten werden VdS-konforme Lösungen häufig gefordert, einschließlich eindeutiger Kennzeichnung und revisionssicherer Dokumentation.
Brandschutztechnische Rolle
Als brandschutztechnische Maßnahme stellt die Brandschutzabschottung die definierte Feuerwiderstandsfähigkeit von Wänden und Decken an Durchdringungen und Fugen wieder her bzw. erhält sie, indem sie die Ausbreitung von Feuer, Rauch und heißen Brandgasen in andere Brandabschnitte innerhalb der nach MBO/LBO geforderten Zeit verhindert. Maßgeblich sind bauaufsichtliche Nachweise nach BauP/BauPG, DIBt-Zulassungen sowie die Zuordnung zu Feuerwiderstandsklassen gemäß DIN 4102 bzw. EN 13501-1. Die Funktion umfasst auch den Erhalt der Abschottungswirkung bei Leitungsbewegungen, thermischer Dehnung und Alterung; hierfür ist die Materialbeständigkeit der eingesetzten Systeme (Mörtel, Schäume, Manschetten, Beschichtungen) risikorelevant. Fehlstellen oder nicht systemkonforme Kombinationen gefährden Kompartimentierung, Evakuierungszeiten und den anlagentechnischen Betrieb; VdS-Richtlinien ergänzen die Bewertung im versicherungsgetriebenen Risiko-Management.
Technische Anforderungen
Die technischen Anforderungen an Was ist Brandschutzabschottung? ergeben sich aus MBO/LBO sowie den Klassifizierungen nach DIN 4102 und EN 13501-1 und müssen die geforderte Feuerwiderstandsdauer des Bauteils bzw. der Abschottung (z. B. R/EI) nachweisbar einhalten. Maßgeblich sind geprüfte und zugelassene Systemlösungen mit DIBt-Zulassung bzw. CE-konformer Leistungserklärung nach BauP, einschließlich definierter Einbauparameter und zulässiger Belegungen. Prüf- und Nachweisführung erfolgen über standardisierte Verfahren und Berichte an anerkannten Prüfstellen (u. a. ift Rosenheim, MPA Braunschweig, BAM Berlin, FIW München, MFPA Leipzig), da Abweichungen ein erhöhtes Brand- und Haftungsrisiko erzeugen.
Relevante DIN/EN-Normen
Welche Normen und bauaufsichtlichen Regelwerke die Ausführung von Firestop-Sealings determinieren, ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Baustoffklassifizierung, geprüfter Feuerwiderstandsfähigkeit und Verwendbarkeitsnachweisen. Für die Materialbewertung sind DIN 4102 (A1/A2, B1–B3) sowie EN 13501-1 (A1–F) maßgeblich; daraus folgen zulässige Materialalternativen unter Beachtung der Umweltverträglichkeit und emissionsrelevanter Produktdeklarationen. Die bauaufsichtliche Einordnung erfolgt über MBO und die Landesbauordnungen, ergänzt durch BauP und harmonisierte CE-Regelungen. Für Abschottungssysteme werden Verwendbarkeitsnachweise, insbesondere DIBt-Zulassungen bzw. europäische technische Bewertungen, risikobasiert gefordert. VdS-Richtlinien konkretisieren Anforderungen aus Versicherungssicht. Prüfnachweise stammen u. a. von ift Rosenheim, MPA Braunschweig, BAM Berlin, FIW München oder MFPA Leipzig.
Feuerwiderstandsklassen (falls zutreffend)
Aus den zuvor genannten Klassifizierungen und Verwendbarkeitsnachweisen leitet sich für Firestop-Sealings die erforderliche Feuerwiderstandsklasse der Abschottung ab, die im Brandfall den Erhalt der Raumabschlüsse über eine definierte Zeit sicherstellen muss. Maßgeblich sind die bauordnungsrechtlichen Schutzziele nach MBO sowie den LBO, insbesondere zur Begrenzung der Brandausbreitung über Leitungs- und Kabeldurchführungen.
Für Abschottungen werden Feuerwiderstandsdauern in Minuten gefordert (z. B. 30/60/90), abgestimmt auf die Feuerwiderstandsfähigkeit der durchdrungenen Wand oder Decke. Die Auswahl geeigneter Brandschutzmaterialien und Abschottungstechniken hat Risiken aus thermischer Dehnung, Schmelzverhalten, Rauchdurchtritt und Restöffnungen zu berücksichtigen. Nicht brennbare bzw. schwer entflammbare Komponenten gemäß DIN 4102 bzw. EN 13501-1 unterstützen die Zielerreichung, ersetzen jedoch nicht die Systemanforderung an die gesamte Abschottung.
Prüf- und Zulassungsverfahren
Wie lässt sich die geforderte Feuerwiderstandsdauer einer Abschottung belastbar nachweisen? Maßgeblich sind normierte Prüfverfahren nach DIN 4102 bzw. europäisch nach EN 13501-1, ergänzt durch Zulassungen nach BauP und DIBt. Die Einstufung muss zum Bauteilanschluss, zur Leitungsbelegung und zu den Randbedingungen der Landesbauordnungen (LBO) bzw. MBO passen; Abweichungen erhöhen das Ausfallrisiko und unterlaufen Brandschutzkonzepte. Prüfungen erfolgen in akkreditierten Stellen wie ift Rosenheim, MPA Braunschweig oder BAM Berlin; für Türabschlüsse gilt EN 1634-1. Relevante Nachweise umfassen:
- Prüfbericht mit klassifizierter Feuerwiderstandsdauer und Anwendungsbereich
- DIBt-Zulassung/ETA inklusive Einbauvorgaben und zulässiger Varianten
- Übereinstimmungsnachweis sowie Dokumentation für Abnahme, VdS und Betrieb
Rechtliche Grundlagen
Für Was ist Brandschutzabschottung? ergeben sich die rechtlichen Mindestanforderungen primär aus den Landesbauordnungen (LBO) in Verbindung mit der Musterbauordnung (MBO), insbesondere hinsichtlich der Abschottung von Leitungs- und Kabeldurchführungen zur Sicherstellung der geforderten Feuerwiderstandsdauer. Produktauswahl und Einbau sind risikoorientiert an DIBt-Zulassungen bzw. anwendbaren Verwendbarkeitsnachweisen sowie ergänzend an VdS-Richtlinien auszurichten, um Abweichungen im Nachweis- und Haftungsfall zu vermeiden. Das Bauproduktengesetz (BauPG) setzt dafür den Rahmen für das Inverkehrbringen und die Konformität von Bauprodukten, wodurch Kennzeichnung, Leistungsangaben und die Nachweisführung im Projekt rechtssicher abzusichern sind.
LBO-Anforderungen
Obwohl die Musterbauordnung (MBO) einen einheitlichen Rahmen vorgibt, definieren die Landesbauordnungen (LBO) der 16 Bundesländer die verbindlichen Anforderungen an Abschottungen von Leitungs- und Kabeldurchführungen in brandabschnittsbildenden Bauteilen. Maßgeblich ist, dass die Feuerwiderstandsfähigkeit der Wand oder Decke durch die Durchführung nicht gemindert wird; Abweichungen sind nach LBO zu begründen und in Brandschutzkonzepte einzubinden. Die Materialauswahl orientiert sich an bauaufsichtlichen Vorgaben und an DIN 4102 bzw. EN 13501-1 zur Baustoffklassifizierung, um Rauch- und Brandausbreitung zu begrenzen. Typische LBO-Prüfpunkte sind:
- Bauteilanforderung und erforderliche Feuerwiderstandsklasse des Brandabschnitts
- Nachweisführung über Einbau, Kennzeichnung und Dokumentation der Abschottung
- Regelungen zu Instandhaltung, Änderung und Nachbelegung im Betrieb
DIBt-Zulassung / VdS-Richtlinien
Auf die in den Landesbauordnungen verankerte Forderung, dass Leitungs- und Kabeldurchführungen die Feuerwiderstandsfähigkeit brandabschnittsbildender Bauteile nicht beeinträchtigen dürfen, folgt in der Praxis die Frage nach dem belastbaren Verwendbarkeits- und Anwendbarkeitsnachweis: DIBt-Zulassungen bzw. VdS-Richtlinien liefern hierfür zentrale Referenzen. Eine DIBt-Zulassung beschreibt geprüfte Systemaufbauten, zulässige Leitungsarten, Einbaubedingungen sowie Randabstände und verweist auf Prüfungen durch anerkannte Stellen (z. B. MPA, BAM). VdS-Richtlinien ergänzen dies risikoorientiert aus Sicht des Sachversicherers und fokussieren Qualitätssicherung, Montagekontrollen und Dokumentation. Für die brandschutztechnische Integration in TGA- und Elektrotrassen sind die Zertifizierungsvoraussetzungen, inklusive Produktkennzeichnung und Übereinstimmung mit Prüfklassifizierungen nach DIN 4102 oder EN 13501-1, konsequent einzuhalten.
Bauproduktengesetz (BauPG)
Wie wird sichergestellt, dass Abschottungsprodukte für Leitungs- und Kabeldurchführungen rechtssicher in Verkehr gebracht und im Bauvorhaben korrekt verwendet werden? Das Bauproduktengesetz (BauPG) setzt hierfür den Rahmen zur Umsetzung der EU-Bauproduktenverordnung: Leistungsangaben, CE-Kennzeichnung und Konformität müssen zur vorgesehenen Anwendung passen. Für Abschottungen sind geprüfte Systemleistungen und Materialeigenschaften maßgeblich; Abweichungen erhöhen das Risiko von Funktionsverlust im Brandfall und Konflikte mit MBO/LBO. Die Brandschutztechnologie ist nur belastbar, wenn Nachweise, Montage und Nutzung konsistent sind. Entscheidend sind:
- Leistungserklärung (DoP) und CE-Kennzeichnung gemäß harmonisierter Norm/ETA.
- Einbau nach Herstelleranleitung, geprüfter Einbausituation und zulässigen Belegungen.
- Dokumentation für Abnahme: Zuordnung zu Feuerwiderstandsklassen (DIN 4102/EN 13501-1) und Zuständigkeiten.
Praxis & Anwendung
In der Praxis wird Was ist Brandschutzabschottung? typischerweise bei Leitungs- und Kabeldurchführungen, Fugen sowie in Abschottungen an Brandwänden und Decken eingesetzt, wobei die geforderte Klassifizierung nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 und die bauordnungsrechtlichen Vorgaben (MBO/LBO) maßgebend sind. Montage und Einbau sind risikoorientiert nach Systemprüfung und Verwendbarkeitsnachweis (z. B. DIBt-Zulassung/ETA, Prüfzeugnisse von ift Rosenheim, MPA Braunschweig oder BAM Berlin) auszuführen, da Abweichungen die Feuerwiderstandsdauer und Rauchdichtheit unmittelbar kompromittieren können. Für die Anwendung sind daher dokumentierte Einbauparameter, geprüfte Materialkombinationen und eine eindeutige Zuordnung zu passenden HOBA.de Lösungen sicherzustellen.
Typische Einsatzszenarien
Wo treten brandschutztechnische Schwachstellen typischerweise auf? In Gebäuden entstehen sie vor allem an Leitungs- und Kabeldurchführungen durch Brandwände und Decken, an Installationsschächten sowie an Fugen zwischen Bauteilen unterschiedlicher Klassifizierung nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1. Kritisch sind Materialkombinationen (z. B. Metallrohr, Kunststoffmantel, Mineralwolle, Mörtel), weil thermische Ausdehnung, Schmelzverhalten und Rauchgasführung das Schutzziel der LBO/MBO gefährden können. Relevante Einsatzszenarien sind insbesondere:
- TGA-Trassen in Fluren mit notwendigen Rettungswegen und hoher Personendichte.
- Durchdringungen von Brandabschnitten in Krankenhäusern, Laboren und Industrie nach VdS-Risikoansätzen.
- Anschlüsse an geprüfte Abschlüsse (z. B. EN 1634-1) mit DIBt-konformen Systemnachweisen.
Eine lückenlose Brandschutzdokumentation sichert Nachweisführung nach BauP und erleichtert Abnahmen.
Montage/Einbau Brandschutz
Entscheidend für die Wirksamkeit einer Abschottung ist die norm- und zulassungskonforme Montage, da bereits geringe Abweichungen (z. B. falsche Spaltmaße, ungeeignete Hinterfüllung, unzulässige Belegung) den geforderten Feuerwiderstand nach LBO/MBO unterlaufen können. Ausführende haben daher strikt nach DIBt-Zulassung bzw. ETA und Herstelleranleitung zu arbeiten; maßgeblich sind Bauteilart, Mindestdicken, Einbaulage, Randabstände und die definierte Belegung (Kabel, Rohre, Kombi). Für die Materialauswahl Optimierung sind Baustoffklassen nach DIN 4102 und EN 13501-1 sowie Systemkompatibilitäten (z. B. Rohrdämmung, Brandschutzmörtel, Manschetten) zu prüfen. Montagefehler Vermeidung erfordert dokumentierte Eigenkontrollen, Fotoprotokolle, Kennzeichnung der Abschottung und Abgleich mit geprüften Nachweisen (u. a. MPA, BAM, ift). Zudem sind Fremdgewerke zu koordinieren.
Als praxisnaher Bezugspunkt dienen Lösungen, die geprüfte Abschottungssysteme und Zubehör so strukturieren, dass die Auswahl und Ausführung unmittelbar an die Anforderungen aus MBO/LBO sowie an Verwendbarkeitsnachweise (DIBt-Zulassung/ETA) und Klassifizierungen nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 gekoppelt werden. Damit sinkt das Projektrisiko durch Fehlzuordnung von Brandschutzmaterialien, unklare Einbaubedingungen oder fehlende Nachweise gegenüber Behörden und Sachverständigen. Relevante Prüfungen und Referenzen werden typischerweise über anerkannte Stellen wie ift Rosenheim, MPA Braunschweig oder MFPA Leipzig abgedeckt; die Dokumentation unterstützt zudem VdS-orientierte Risk-Reviews. Wesentlich ist die lückenlose Nachverfolgbarkeit der Brandschutzzertifikate bis zur Ausführung.
- Systemwahl nach Bauteil, Leitungsart, Feuerwiderstandsklasse.
- Abgleich Zulassung/ETA inkl. Einbaudetails und Randbedingungen.
- Baustellenkontrolle: Kennzeichnung, Fotodoku, Abnahmeprotokoll.
Fachliche Merkmale
Unter „Fachliche Merkmale“ sind bei Was ist Brandschutzabschottung? die leistungsbestimmenden Eigenschaften der Abschottung (z. B. Feuerwiderstand, Rauchdichtheit, ggf. Schallschutz) anhand der bauaufsichtlich relevanten Anforderungen aus MBO/LBO sowie der Baustoffklassifizierung nach DIN 4102 bzw. EN 13501‑1 zu bewerten. Material- und Konstruktionsaufbau (Systemkomponenten, Einbausituation, Durchdringungen) sind dabei als risikokritische Randbedingungen zu behandeln, da Abweichungen vom geprüften Aufbau die Wirksamkeit und Zulässigkeit unmittelbar beeinträchtigen können. Maßgeblich sind die zugehörigen Prüfklassen und Nachweise, insbesondere DIBt‑Zulassungen bzw. Leistungserklärungen nach BauP sowie Prüfungen durch anerkannte Stellen (z. B. MPA Braunschweig, BAM Berlin, MFPA Leipzig, ift Rosenheim) und ggf. VdS‑Richtlinien.
Wichtige Eigenschaften
Damit Abschottungen Leitungs- und Rohrdurchführungen nicht zum Schwachpunkt der Brandabschnittsbildung machen, müssen ihre fachlichen Merkmale konsequent an den bauordnungsrechtlich geforderten Feuerwiderstand, die Klassifizierung nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 sowie an Verwendbarkeitsnachweise (DIBt) und Vorgaben aus MBO/LBO gebunden werden. Entscheidend ist die nachweisbare Systemleistung im geprüften Einbauzustand; Abweichungen erhöhen das Risiko von Rauch- und Branddurchtritt sowie unzulässiger Wärmeübertragung. Für Planung, Abnahme und Betrieb sind insbesondere zu bewerten:
- Materialkompatibilität mit angrenzenden Bauteilen und durchgeführten Medien, inklusive zulässiger Kombinationen.
- Nachweisführung über Prüfzeugnisse/klassifizierte Ergebnisse an anerkannten Stellen (z. B. MPA, BAM, ift).
- Wartungsanforderungen: Zugänglichkeit, Kennzeichnung, Inspektionsintervalle und dokumentierte Instandhaltung.
Materialien/Konstruktion
Die im Prüfzeugnis bzw. in der DIBt-Verwendbarkeitsbestätigung nachgewiesene Systemleistung wird in der Praxis maßgeblich durch Materialwahl und konstruktiven Aufbau der Abschottung bestimmt. Eingesetzt werden mineralische, intumeszierende oder elastomere Systeme, abgestimmt auf Leitungsart, Öffnungsgeometrie und Bauteildicke. Für die Einstufung nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 ist die Reaktion im Brandfall entscheidend; nichtbrennbare Komponenten reduzieren das Brandlast- und Rauchgasrisiko. Die Materialdichte beeinflusst mechanische Stabilität, Spaltfüllung und Widerstand gegen Ausbröckeln bei Temperaturwechseln. Die Wärmeleitfähigkeit steuert den Wärmedurchgang und damit die Gefahr unzulässiger Aufheizung angrenzender Bauteile. Konstruktiv sind Mindestüberdeckungen, Fugenbegrenzungen und eine definierte Schichtfolge einzuhalten, um Leckagen sicher zu vermeiden.
Prüfklassen/Zertifizierungen
Woran lässt sich die brandschutztechnische Leistungsfähigkeit einer Abschottung belastbar festmachen? Maßgeblich sind Prüfklassen und Verwendbarkeitsnachweise nach MBO/LBO, gestützt auf DIN 4102 bzw. EN 13501-1 sowie projektbezogene Vorgaben im BauP. Für Abschottungen zählen klassifizierte Feuerwiderstände und das zulässige System (Leitungstypen, Spaltmaße, Belegung) gemäß Prüfbericht und Montageanleitung; Abweichungen erhöhen das Restrisiko. Anerkannte Prüfstellen wie ift Rosenheim, MPA Braunschweig oder BAM Berlin liefern die Grundlage; DIBt-Zulassungen und VdS-Richtlinien konkretisieren den Anwendungsbereich. Relevante Prüfnachweise sind:
- Klassifizierung/Feuerwiderstand nach DIN 4102 oder EN 13501-1
- Zulassung/abZ/ETA, inkl. Systemgrenzen und Montagebedingungen
- Dokumentation, Kennzeichnung, Wartbarkeit; Materialinnovationen und Nachhaltigkeitsaspekte nur mit Nachweis.
