Kennzeichnung nach CLP mit Etiketten, Piktogrammen, Signalwörtern

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Wann ist eine CLP-Kennzeichnung erforderlich? Wann listet man verpflichtende Kennzeichnungselemente wie Produktkennzeichnung, Lieferantendaten, Piktogramme, Signalwort, H- und P-Sätze und Kontaktinformationen auf? Wir erklären die Regeln zur Auswahl des Signalworts, die korrekte Verwendung und Platzierung von Piktogrammen sowie die Ableitung und Kombinationsregeln für H-/P-Sätze.

Wann CLP-Kennzeichnungen erforderlich sind: Mindestelemente des Etiketts

Kennzeichnungsanforderungen für CLP

Wenn ein Stoff oder Gemisch die Einstufungskriterien gemäß der CLP-Verordnung erfüllt, muss ein Etikett seine Lieferung begleiten, um klare, standardisierte Gefahreninformationen bereitzustellen; zu den Mindestelementen des Etiketts gehören die Produktkennzeichnung, Angaben zum Lieferanten, Piktogramme, das Signalwort, Gefahrenhinweise, Sicherheitshinweise und alle ergänzenden Informationen, die für die sichere Verwendung erforderlich sind. Die Kennzeichnungspflicht tritt bei definierten Kennzeichnungsschwellen in Kraft, die auf Einstufung und Konzentrationsgrenzwerten für Produktgemische beruhen; diese Schwellen legen fest, wann die Gefahren von Komponenten in die Einstufung des Gemischs übergehen. Das Etikett muss lesbar, beständig und in der/den Amtssprache(n) des Mitgliedstaats der Lieferung angebracht sein. Produktkennzeichnungen müssen mit Sicherheitsdatenblättern und Transportdokumenten übereinstimmen. Angaben zum Lieferanten müssen den sofortigen Zugang zu zusätzlichen Sicherheitsinformationen ermöglichen. Piktogramme sowie Gefahren- und Sicherheitshinweise müssen die harmonisierten oder selbst vorgenommenen Einstufungen widerspiegeln. Ergänzende Informationen können EU-spezifische Beschränkungen, Entsorgungsanweisungen oder Gebrauchsanweisungen umfassen. Abweichungen von standardmäßigen Elementen bedürfen einer dokumentierten Rechtfertigung gemäß den CLP-Vorschriften.

Wählen Sie das richtige Signalwort (Gefahr vs. Warnung)

Nachdem festgelegt wurde, welche Kennzeichnungselemente erscheinen müssen und wann sie anzuwenden sind, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Auswahl des geeigneten Signalworts, das den Schweregrad der schwerwiegendsten Gefahr(en) auf dem Etikett kommuniziert. Die Wahl zwischen „Gefahr“ und „Warnung“ folgt einer strikten Signalwort-Hierarchie: „Gefahr“ bezeichnet das höchste Niveau einer akuten Gefahr, während „Warnung“ auf weniger schwerwiegende, aber dennoch bedeutende Risiken zutrifft. Die Verantwortung liegt beim Hersteller oder Einführer, die Kriterien aus den CLP-Einstufungstabellen anzuwenden, wobei sichergestellt werden muss, dass das Signalwort der höchstrangigen Gefahrenklasse und -kategorie entspricht, die vorliegt. Bei der kontextbezogenen Interpretation, wenn Gemische mehrere Gefahren kombinieren, ist das jeweils stärkste anwendbare Signalwort auszuwählen, nicht ein zusammengesetztes. Die Begründung für die Auswahl sollte dokumentiert werden, um behördliche Prüfungen und nachgelagerte Anwender zu unterstützen. Etiketten müssen das gewählte Signalwort deutlich hervorheben und konsistent mit anderen vorgeschriebenen Elementen präsentieren, wobei Duplikation oder Widersprüche zu vermeiden sind. Die Abwägung ist regulatorisch und nicht marketingorientiert.

CLP-Piktogramme auswählen und korrekt platzieren

Die Platzierung und Auswahl von Piktogrammen muss die CLP-Klassifizierungsregeln genau widerspiegeln: Hersteller und Einführer sind verpflichtet, alle Piktogramme anzugeben, die den Gefahrenklassen und -kategorien der Stoffe oder Gemische zugeordnet sind, und sicherzustellen, dass die verwendeten Piktogramme die offiziellen schwarzen Symbole auf weißem Hintergrund mit rotem Rand sind und nicht verändert oder kombiniert werden. Die Auswahl folgt der Klassifizierung: Jede festgestellte Gefahr erfordert ihr spezifisches Piktogramm; das Weglassen oder Ersetzen ist nicht konform. Die Piktogrammgröße muss Mindestabmessungen in Relation zur Etikettenfläche einhalten und bei der vorgesehenen Betrachtungsentfernung lesbar bleiben. Eine symmetrische Anordnung verbessert die Lesbarkeit und das professionelle Erscheinungsbild: Piktogramme in einem kohärenten Raster oder einer linearen Folge anordnen, gleichen Abstand beibehalten und den auffälligsten Platz für die schwerwiegendsten Gefahren vorsehen. Überlappungen mit Text oder Sicherheitsinformationen sind zu vermeiden. Kontrast und Freiraum um jedes Piktogramm verhindern visuelle Unordnung. Bei mehrsprachigen Angaben ist sicherzustellen, dass die Piktogramme visuell dominierend bleiben. Routinemäßige Überprüfungen auf Rechtsänderungen und Qualitätskontrolle der Druckreproduktion gewährleisten die fortlaufende Konformität.

Weise die richtigen H‑ und P‑Sätze zu (CLP‑Regeln)

Für eine genaue Gefahrenkommunikation nach CLP müssen Hersteller und Importeure Gefahren- (H-) und Vorsichtsmaßnahmen- (P-)Sätze strikt entsprechend der Einstufung des Stoffes oder Gemischs zuordnen und dabei nur die im Regelwerk aufgeführten genauen Formulierungen für jede Gefahrenklasse und Kategorie verwenden; H-Sätze sollen die Art und Schwere der Gefahren widerspiegeln, während P-Sätze geeignete Schutz-, Reaktions-, Lagerungs- und Entsorgungsmaßnahmen ohne Änderung oder Auslassung angeben müssen. Die Verantwortung liegt beim Lieferanten, H-Formulierungen aus bestätigten Gefahrenkategorien abzuleiten und verpflichtende P-Sätze gemäß der CLP-Logik und -Vorrangregeln zu kombinieren. Aussagen müssen vollständig sein, vermiedene übersetzte Varianten und nationale Sprachvorschriften sind zu beachten. Wenn mehrere Gefahren zutreffen, bestimmen die vorgeschriebenen Verkettungsregeln, welche H- und P-Sätze erscheinen. Die Dokumentation sollte den Entscheidungsweg und die Quellen festhalten. Konsistenz zwischen Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt und Schulungsmaterialien ist wesentlich, um eine wirksame Information am Arbeitsplatz und die Einhaltung der Vorschriften zu sichern.

  • Wählen Sie H-Sätze nach spezifischen Gefahrenkategorien und Kategoriecodes aus.
  • Wenden Sie P-Sätze entsprechend der Hierarchie der geforderten Vorsorgemaßnahmen an.
  • Dokumentieren Sie Begründung und Rechtsgrundlagen für jede Zuordnung.

Schnelle CLP-Prüfliste: Häufige Kennzeichnungsfehler, die zu erkennen sind

Eine kurze, fokussierte Checkliste hilft Auditoren, die häufigsten CLP-Kennzeichnungsfehler schnell zu identifizieren, die Sicherheit und Konformität beeinträchtigen. Die Checkliste priorisiert Punkte, die nachweislich zu Nichtkonformität führen: korrekte Einstufung und entsprechende H-/P-Sätze, Vorhandensein und Genauigkeit von Piktogrammen und Signalwörtern sowie Übereinstimmung der Gefahrenprozentangaben und der Mengenkriterien für Gemische. Prüfen Sie die Platzierung des Etiketts, um Sichtbarkeit bei normaler Handhabung und bei allen Verpackungsgrößen zu gewährleisten; Etiketten, die durch Siegel, Bänder oder Sekundärverpackungen verdeckt sind, sind nicht konform. Verifizieren Sie die Lesbarkeit der Schrift: Mindestgrößen, Kontrast und Schriftarten, die in der vorgesehenen Betrachtungsentfernung lesbar bleiben. Bestätigen Sie die Angabe des Lieferanten, die Produktkennzeichnung und die Chargenrückverfolgbarkeit sind vorhanden und eindeutig. Überprüfen Sie die Anweisungen zur Vorsorge auf Übereinstimmung mit den zugewiesenen Gefahrenklassen und auf erforderliche ergänzende Informationen. Stellen Sie sicher, dass die Sprachvorschriften für den Bestimmungsmarkt eingehalten werden. Dokumentieren Sie fotografische Beweise und Korrekturmaßnahmen mit Fristen. Ein prägnantes, wiederholbares Auditformular verringert Übersehungen, erzwingt die Nachverfolgung von Korrekturmaßnahmen und dokumentiert nachhaltige Konformität.